Religionsfreie Bestattungen & Abschiede
Nicht jeder Mensch ist religiös geprägt oder möchte seine letzte Reise im Zeichen einer Konfession antreten.
Eine freie Trauerfeier, auch symbolische oder weltliche Feier genannt, ist eine Alternative zur kirchlichen Beerdigung. Religionsfreie Bestattungen und Abschiedsfeiern bieten einen würdevollen Rahmen, um das Leben eines geliebten Menschen zu ehren.
Im Mittelpunkt stehen dabei die Persönlichkeit des Verstorbenen, gemeinsame Erinnerungen und das, was sein Leben ausgemacht hat.
Wie kann eine Verabschiedung aussehen, wenn wir keine kirchliche Feier möchten?
Nicht jeder fühlt sich einer Glaubensgemeinschaft verbunden und dennoch soll der Abschied würdevoll und persönlich sein. Bei einer religionsfreien Bestattung stehen Erinnerungen, Musik, persönliche Worte und Symbole, die das Leben des Verstorbenen wiedergeben im Mittelpunkt.
Die Feier muss keiner vorgegebenen Struktur folgen. Der Leiter/die Leiterin der Feier ist kein Priester oder Vertreter einer kirchlichen Gemeinschaft, sondern ein Freier Theologe/Freie Theologin oder ein ausgebildeter Zeremonienleiter/eine Zeremonienleiterin bzw. Trauer-Redner:in.
Die Verabschiedung kann in der Friedhofskapelle, in unserem Abschiedsraum in Brixen, auf Friedhöfen, an privaten Orten wie zum Beispiel zu Hause, im Garten oder auf einem Privatgrundstück stattfinden. Nicht jedoch in Kirchenräumen ohne Zustimmung des zuständigen Pfarrers.
Wir kümmern uns für Sie um alles: die Organisation des passenden Ortes, die Zusammenarbeit mit erfahrenen Rednern, die Floristik, Musik und den Trauerdruck. Auch die Koordination der Beisetzung , ob im Familiengrab, Urnengrab oder in einer Nische, übernehmen wir vollständig.
Sprechen Sie uns an, wir unterstützen sie bei jedem Schritt.
Rudi Sampt
Freier Theologe, Seelsorger, Kranken – Sterbe und Trauerbegleiter
Über die Zusammenarbeit mit unserer Bestattung:
„Ich fühle mich mit meinem Angebot im Bezug auf alternativer Verabschiedungs- und Beerdigungsformen wertgeschätzt von der Familie Villscheider. Es ist dies für mich ein Zeichen, dass Familie Villscheider einerseits die regionalen Traditionen bezüglich Bestattungskultur bewahren möchte. Andererseits aber auch respektvoll gegenüber Menschen ist, die sich eine alternativer Feierform wünschen- gleichsam nach dem Motto: Es gibt bei uns kein Entweder-Oder, sondern ein Sowohl als Auch!
Kompromissfähigkeit einerseits und das Stehen zu ihren Werten andererseits ist es, was die Professionalität auszeichnet. Als Traditionsunternehmen braucht es auch diesen Mut, sich Neuem gegenüber zu öffnen und gleichzeitig den eigenen Werten treu zu bleiben.“
Häufig gestellte Fragen an Rudi Samt:
In einem ersten Treffen mit den Angehörigen versuche ich die unterschiedlichen Bedürfnisse wahrzunehmen. Ich kläre mit ihnen, was ihre Vorstellungen und meine Möglichkeiten sind. Ausreichende Informationen über den Verstorbenen sind für mich wichtig, um ihn als Person, als Mensch besser kennenzulernen. Die Angehörigen sollen ein Gefühl von Sicherheit, Vertrauen und Wertschätzung bekommen.
Voraussetzung ist, dass sich jede und jeder wahrgenommen fühlt. Ebenso ist es notwendig, die richtige Balance bei der Rede über den Verstorbenen zu finden zwischen seiner Lebensrealität und überschwänglichem Hochloben. Deshalb ist das zu Wort kommen lassen von Angehörigen und Freunden wichtig.
Eine Verabschiedungs- bzw. Bestattungsfeier ist immer mit vielen Emotionen verbunden. Um selber emotional nicht ausufernd zu werden und auch die Mitfeiernden nicht zu übertriebenen Gefühlsausbrüchen zu provozieren, ist eine Struktur im Ablauf wichtig. So können Momente der Ruhe, der Tränen, der Worte, des Zuhörens und der Gesten sehr gut gelenkt werden und Raum bekommen.
Einen individuellen Zugang zur Gestaltung von Verabschiedungen und Bestattungen begrüße ich sehr. Dabei muss aber immer Rücksicht genommen werden auf regional gewohnte Rituale und Bräuche. Es ist auch eine Frage des Respektes vor bewährten Traditionen, die Menschen gerade in der Trauer und des Abschieds Halt und Sicherheit geben. Sorge bereitet mir, wenn sich immer mehr Menschen anonyme Bestattungen wünschen. Oft möchten sie gar nicht mehr auf der Kirchtür aufgeschlagen sein; es soll nicht mehr der Rosenkranz gebetet werden; die Beisetzung soll im kleinen Familienkreis sattfinden.
Abschiedsrituale
So individuell wie der Mensch ist, so kann auch ein Abschiedsritual mit Familie und Freunden abgehalten werden. Ein solches Ritual kann mit in den Ablauf einer Trauerfeier mit eingebunden werden oder separat statt finden.
Rituale sind würdevoll und persönlich und ermöglichen der Trauergemeinschaft aktiv am Abschied teilzunehmen, ohne religiösen Hintergrund. Es wird ein gemeinsamer Moment der Erinnerung und des Trostes geschaffen.
Sprechen sie uns an, wir setzten gerne ihre Wünsche um und sei dieser noch so außergewöhnlich. Wir unterstützen sie was in unserem und dem gesetzlichen Rahmen möglich ist.
Wie können Abschiedsrituale aussehen?
Im folgenden ein paar unterschiedliche Beispiele wie unterschiedliche Rituale gestaltet werden können:
Gemeinsames Gestalten einer Erinnerungsurne
Die Angehörigen bemalen oder verzieren gemeinsam eine schlichte Urne mit persönlichen Symbolen, Farben oder Motiven, die den Verstorbenen charakterisierten. Mit wasserfesten Stiften oder speziellen Keramikfarben entstehen so individuelle Kunstwerke: von Lieblingszitaten über kleine Zeichnungen bis hin zu Handabdrücken der Enkelkinder. Dieses kreative Ritual ermöglicht es allen Beteiligten, ihre Gefühle auszudrücken und etwas Bleibendes zu schaffen.
Verfassen von Abschiedsbotschaften für den Sarg
Familienmitglieder und Freunde schreiben persönliche Briefe, Gedichte oder kurze Botschaften auf schönes Papier, die dann dem Verstorbenen mit auf die letzte Reise gegeben werden. Diese können auf den Sarg gelegt, in eine kleine Schatulle gelegt oder bei einer Einäscherung der Urne beigelegt werden. So haben alle die Möglichkeit, unausgesprochene Worte zu finden und dem Verstorbenen noch einmal etwas Persönliches mitzuteilen.
Zeremonie des gemeinsamen Lichtentzündens
Alle Trauergäste erhalten eine Kerze und zünden diese nacheinander an einer Hauptkerze an, die für das Leben des Verstorbenen steht. Während des Anzündens kann jeder Person still oder laut einen besonderen Moment oder eine schöne Erinnerung mit dem Verstorbenen teilen. Die brennenden Kerzen symbolisieren, wie das Leben und die Erinnerungen in den Herzen der Menschen weiterleben. Am Ende der Zeremonie können die Kerzen gemeinsam gelöscht oder als Erinnerung mit nach Hause genommen werden.
Weitere Bestattungsarten
Wir bieten unterschiedliche Bestattungsformen an.
Erfahren sie mehr:
Erdbestattung Feuerbestattung Seebestattung Grüne Bestattung